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  • MusikZeit 2012

    Der Begriff 'MusikZeit' ist eine bedeutungsschwangere Zusammensetzung zweier Wörter. Sofort ergeben sich gedankliche Bilder. Idee für den illustrativen Stil ist deshalb die Verbildlichung des Wortsinns, d.h. der Begriff wird dekonstruiert und als Verständnis von Tonfolge im zeitlichen Verlauf neu interpretiert: Grundlage für den grafischen Ansatz ist demnach die visuelle Darstellung des Leistungsspektrums eines Signals – das (Schall-)Spektrogramm. Das so entstandene Linienkonstrukt lässt Spielraum für Interpretation. Die Wellenlinien suggerieren eine zeitliche Abfolge (Frequenz) von Impulsen (Impulsfolgeperiode) und können im übertragenen Sinn auf die Entwicklung oder Fortführung einer Sache deuten. So heißt es in der Projektbeschreibung: »Die Konzertreihe zeigt musikalische Entwicklungen und […] Künstler […], die […] jazzmusikalische Entwicklungen provoziert bzw. fortgeführt haben«, also Wellen schlagen. Doch wirklich interessant wird es durch die Tatsache, dass vordergründig ein Künstler in zwei oder mehr verschiedenen Formationen präsentiert wird — von zwei Seiten des Motivs kommende Wellenlinien formen in dessen Zentrum ein Linienkonstrukt. Der Fokus auf einen einzelnen Künstler wird dabei grafisch durch die Konzentration auf ein einzelnes, thematisch passendes, Instrument dargestellt.
    → Design, Illustration | 2012 | Jazzclub Leipzig